Frühlingserwachen am Gambarogno
Nach langen, kühlen Wintermonaten liebkost die Tessiner Frühlingssonne nun endlich wieder den Abhang des Gambarogno auf der Schattenseite des Langensees gegenüber Locarno. Aus erwärmtem Erdreich spriesst und blüht es, dass es eine Freude ist. In Ufernähe setzten Magnolien einen Farbakzent in die Landschaft, und linde Lüfte tragen ihren Duft bis in die Kastanienwälder der darüber liegenden Vegetationszone empor. Neben Exposition und Klima trägt die Bodenbeschaffenheit zum Charakter der Gegend bei: Hier treten uralte Gneise ans Tageslicht, Jahrmillionen vor der Alpenentstehung in der Erdentiefe unter Hitze und Druck aus noch älterer Materie umgeformt. Spezialisten haben denn auch im Gambarogno erhöhte Energieflüsse gemessen und sprechen in diesem Zusammenhang von einer ganzen «Landschaft der Kraft».
So wollen wir denn während einer Abwärts-Wanderung unsere vom Winter erschöpften Batterien aufladen lassen. Die Routenwahl von oben nach unten drängt sich deshalb auf, weil man auf diese Weise immer das prächtige Panorama vor Augen hat: den blauen See mit Locarno, Ascona und Brissago am Gegenufer und den Bergkulissen darüber. Die Route beginnt an der Bergpoststrasse nach Indemini an der Haltestelle «Monti di Fosano, Bivio Piazzogna» bei 780 m ü.M., folgt dem Alpsträsschen westwärts über die Monti di Piazzogna zu den Monti di Fosano, schlängelt sich anschliessend auf einem Pfad durch dichten Wald zu den Monti di Gerra und senkt sich dann zum Uferdorf Gerra Gambarogno – so geheissen, um es von Gerra im Valle Verzasca zu unterscheiden.
Bild: swiss-image.ch









