Schriftgroesse

Das Winzerdorf Berneck erreicht man vom Bahnhof Heerbrugg mit dem Bus. Dort, vor dem Rathaus mit den schönen Arkadenöffnungen, beginnt die Wanderung. Zuerst aber lohnt sich der Besuch des Ortes, der trotz des Dorfbrandes von 1848 noch einige sehenswerte Häuser und Kapellen aufweist. Auf keinen Fall auszulassen ist die Kirche «Unserer lieben Frau» mit dem Fresko neben der Kanzel, das den Weinstock Christi darstellt und ausgezeichnet zum Winzerdorf und zur Wanderung passt. Gleich zu Beginn führt der Weg bergan zum Weiler Husen mit dem schmucken Haus Husen mitten in den Rebbergen. Dann, bei Kalkofen, gilt es, die Abzweigung zum Schlösschen Buechholz nicht zu verpassen. Buechholz war einst stolzer Herrensitz, erlebte aber das Schicksal vieler anderer Besitztümer: Als Ende des 19. Jahrhunderts der Trend der reichen St. Galler Oberschicht nachliess und ein Zweitsitz im Bodenseeraum oder Rheintal nicht mehr so wichtig war, wurde Buechholz an freie Bauern verkauft. Beim Dorfeingang von Heerbrugg weist der Wegweiser steil bergauf und durch den Wald. Danach führt ein abwechslungsreicher Höhenweg durch das Rebgelände ins Winzerdorf Balgach. Durch das Dorf geht es hinauf zum Schloss Grünenstein, das als Privatbesitz aussichtsreich über dem Rheintal liegt. Nach einem Anstieg zum Weiler Schluch senkt sich der Weg bis Rebstein wiederum. Bis zum Schloss Weinstein ist es von hier nicht mehr weit. Im Restaurant in den historischen Räumen des Schlosses schmeckt der feine Rheintaler Wein besonders gut, bevor der Fussmarsch über Marbach nach dem Wanderziel Lüchingen, das von einer ehemaligen Wohnburg überragt wird, weitergeht. Der Weg zum Bahnhof Altstätten nimmt von da nur noch eine halbe Stunde in Anspruch, führt aber auf Hartbelag durch dicht bewohntes Gebiet. Es lohnt sich deshalb, an der Hauptstrasse den Bus nach Heerbrugg oder Altstätten zu benützen.