Schriftgroesse

Auf der Via Jacobi zwischen Kriens und Werthenstein

Die Frühlingswanderung verbindet die zwei Luzerner Marienwallfahrtsorte Hergiswald und Werthenstein. Sie ist Teil der Via Jacobi und folgt dem Führer des Jakobspilgers Hermann Künig von Vach von 1495.

Die Route beginnt an der Endstation Obernau (540 m) der Luzerner Buslinie 1. Sie ist durchgehend als «Jakobsweg» markiert. Über die gedeckte Holzbrücke aus dem Jahre 1791 erreicht man den Fuss des Hergiswalds, wo ein eindrücklicher Weg in 651 Stufen zur gleichnamigen Marienwallfahrtsstätte führt (790 m). Hier beeindruckt der barocke Bilderhimmel im Innern der Kirche aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Nach dem Abstieg, wiederum über den Prügelweg, biegt die Route links ab und erreicht die Gegend des Rängglochs, ein seit dem Hochmittelalter immer wieder verbreiterter Graben im Taleinschnitt zwischen dem Sonnen- und dem Blatterberg, der das Kriensbachwasser in die Kleine Emme ableiten und die verheerenden Überschwemmungen der Stadt Luzern verhindern sollte. Über St. Jost folgt die Via Jacobi zuerst dem Emmenuferweg, dann der alten Landstrasse und erreicht das Kloster Werthenstein (550 m).

Die grosszügige Anlage erinnert daran, dass diese gegenreformatorische Klostergründung in der Barockzeit neben Einsiedeln der meist besuchte Pilgerort der Innerschweiz war. Vom Kloster führt eine gedeckte Holzbrücke aus dem Jahre 1775 über die Emme ins Dorf und zur Bahnstation. Hier besteigt man den Zug zurück nach Luzern – es sei denn, man setzt die Wanderung auf der Via Jacobi Richtung Willisau fort.